Gemeinsame Pressemitteilung FDP / Bürger für Glückstadt: Orientierung für die weitere touristische Entwicklung durch professionelle Befragung
Die Fraktionen von Bürger für Glückstadt (BFG) und Freien Demokraten (FDP) haben für den Haushalt 2026 eine professionelle Bürgerbefragung zur „Akzeptanz des Tourismus sowie zu den Wünschen und Erwartungen der Bevölkerung an den Tourismus“ vorgeschlagen, die inzwischen vom Hauptausschuss beschlossen wurde.
Beide Fraktionen betonen, dass eine solche Befragung notwendig sei, um die künftige touristische Ausrichtung Glückstadts auf ein valides Meinungsbild der Bürgerinnen und Bürger zu stützen. Glückstadt hat als staatlich anerkannter Erholungsort einen nennenswerten Tages- und einen zunehmenden Übernachtungstourismus und investiert jährlich gut über eine Viertelmillion Euro in die Tourismusförderung.
Künftige Investitionen in den Tourismus, ihre Priorisierung und ihre Refinanzierung können besser bewertet und angegangen werden, wenn ein Großteil der Einheimischen darin einen Nutzen erkennt und die Auswirkungen des Tourismus akzeptiert. Dabei zielen BFG und FDP darauf, den Tourismus in der Stadt und seine Finanzierung in dem Maße weiterzuentwickeln, wie es die Bürgerinnen und Bürger mittragen.
Im Hinblick auf die in den Vorjahren geführte Auseinandersetzung um eine Bettensteuer oder Tourismusabgabe betont der BFG-Fraktionsvorsitzende Dr. Siegfried Hansen: „Wir haben in Glückstadt viel über die sogenannte Bettensteuer und Tourismusabgabe gestritten – am Ende eines langen Wortgefechts stand oft mehr Ideologie als Sachlichkeit. Genau deshalb wollen wir jetzt endlich wissen, was die Menschen wirklich denken. Der Tourismus ist für unsere Stadt wichtig, aber er darf nicht an der Bevölkerung vorbeigeplant werden und seine Finanzierung sollte transparent, fair und für die Menschen nachvollziehbar sein. Deshalb wollen wir erst zuhören und dann entscheiden.“
In der Finanzierungsfrage wartet die Stadt Glückstadt derzeit noch gerichtliche Entscheidungen zu anhängigen Verfahren zur Tourismusabgabe bei anderen Städten ab, bevor sie sich positioniert.
Gerade weil Glückstadt aber schon heute erhebliche Mittel in die Tourismusförderung investiert, verweist der FDP-Fraktionsvorsitzende Stefan Goronczy darauf, dass eine nachhaltige Tourismusstrategie den Rückhalt der Bevölkerung braucht und stellt klar: „Tourismuspolitik funktioniert nur, wenn die Bürgerinnen und Bürger und die handelnden Akteure dahinterstehen. Chancen und Belastungen werden dabei unterschiedlich beurteilt. Wir wollen im Rahmen der Befragung allen eine Beteiligungsmöglichkeit geben und seriös die Daten dazu ermitteln lassen.“
Nach der Befragung ist geplant, die Ergebnisse in einer öffentlichen Veranstaltung, moderiert durch ein externes Institut, vorzustellen und damit eine belastbare Orientierung für die weitere touristische Entwicklung der Stadt zu schaffen.
Beide Fraktionsvorsitzende erklären dazu: „Wir wollen Transparenz. Wer die Menschen ernst nimmt, lädt sie nicht nur zur Befragung ein, sondern auch zur Auswertung. Wir wollen gemeinsam mit der Bevölkerung und den betroffenen Unternehmen darüber sprechen, wie viel Tourismus Glückstadt möchte – und wie viel Tourismus Glückstadt verträgt.“
BFG und FDP hoffen, dass die Diskussionen zu anstehenden Entscheidungen bei touristischen Investitionen und ihrer Finanzierung mit einer besseren Datenbasis sachlich geführt werden können.

