Pressemitteilung „Bürger für Glückstadt“: Corona – Besser früher an später denken

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Die Corona Krise und ihre möglichen Folgen beschäftigen nicht nur die Glückstädter Bürgerinnen und Bürger sowie die ansässigen Unternehmen sondern auch Verwaltung und Politik. Wie geht es weiter? Wo ist das Licht am Ende des Tunnels? Wie gehen wir jetzt angemessen vor?

Dazu der Fraktionsvorsitzende der BFG, Dr. Siegfried Hansen: „Keiner von uns weiß alle Antworten und es gibt keinerlei absolute Gewissheit darüber, ob eine Antwort richtig ist und auch bleibt oder nicht. Wir leben in einem Horizont der grundsätzlichen Ungewissheit. Damit sind wir verpflichtet, zu jedem Zeitpunkt verschiedene und über die Zeit hin immer neue Antworten zu geben. Das zeichnet unsere offene Gesellschaft aus. Wir alle sind angehalten, uns behutsam und vorsichtig an mögliche Lösungsszenarien zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger heranzutasten und diese immer wieder kritisch zu hinterfragen.

Was wir heute allerdings bereits mit Sicherheit sagen können ist, dass es im geplanten Haushalt 2020 der Stadt Glückstadt zu spürbaren Einbußen kommen wird, exemplarisch seien hier nur die geringeren Einnahmen aus Gewerbesteuer und Vergnügungssteuer genannt. Somit ist es unumgänglich, einen weiteren Nachtragshaushalt zu beschließen. Geringere Einnahmen bedeuten in der Regel auch geringere Ausgaben. Das gilt für dieses Jahr und wahrscheinlich auch für die Folgejahre. Wir müssen daher die zu tätigen Ausgaben priorisieren.

Nicht sparen dürfen wir bei bereits beschlossen Projekten sowie investiven Maßnahmen, die mittels Fördermittel kofinanziert werden. Hierzu zählen sämtliche Vorhaben zur „Sozialen Stadt“ in Glückstadt Nord wie Stadtteiltreff, Bahnquerung Nord <-> Tegelgrund und Errichtung der Fuß- und Radbrücke Janssenweg. Ebenso unumstritten sollten die Maßnahmen in der Großen Kremper Straße sowie zur Umgestaltung am Fleth sein.

Überprüfen sollten wir allerdings das Vorhaben der Verwaltung, die Anzahl der Büroräume durch einen Ausbau des Nebengebäudes des Rathauses zu erhöhen. Wenn wir etwas Positives aus der Corona Krise mitnehmen können, ist es die Tatsache, dass Home-Office auch bei der Verwaltung bestens funktioniert. Wir fordern hiermit die Bürgermeisterin auf, den Anteil von Telearbeit in der Verwaltung zu erhöhen und zumindest in den nächsten Jahren auf eine Rathauserweiterung zu verzichten.


Bei rein konsumtiven sprich einmaligen Ausgaben und Subventionen, die nicht nachhaltig sind, sollten wir zurückhaltend sein – auch wenn es verständliche Forderungen aus der Wirtschaft geben sollte. Keine Frage, der Einzelhandel, der Tourismus und das Gaststätten- und Hotelgewerbe sowie die Kulturschaffenden sind stark von der Corona Krise betroffen. Die Stadt Glückstadt kann hier allerdings nur sehr begrenzt helfen, da uns finanziell – Stichwort „Freiwillige Leistungen“ – die Hände gebunden sind. Hier sind jetzt die Glückstädter Bürgerinnen und Bürger selbst gefordert. Ich würde mir wünschen, dass insbesondere die finanziell Begüterten sich ihrer Verantwortung bewusst sind und jetzt aktiv werden und die besonders betroffenen Unternehmen zum Beispiel durch den Erwerb von Gutscheinen unter die Arme greifen.

Das in den sozialen Medien geprägte Motto „#Glückstadthältzusammen“ muss jetzt aktiv nach Kräften gelebt werden. Nur zusammen schaffen wir das!“

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